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Mittwoch, 12. Juli 2017

Wildblumensommer von Kathryn Taylor



Wildblumensommer 
Von Kathryn Taylor 
400 Seiten 
Vielen Dank dem Bastei Luebbe Verlag für das Rezensionsexemplar!!! 

Ein Buch,  dass nur von der Gestaltung und dem Titel her auf eine schöne Sommerlektüre verspricht.  

Bekannt durch ihre Daringham Hall Trilogie, kannte ich schon den Schreibstil der Autorin und versprach mir gute Unterhaltung und eine schöne Liebesgeschichte.  
Doch diese Liebesgeschichte wurde deutlich dramatischer als gedacht. Hierbei geht es nicht nur um Zoe, die recht spontan nach Cornwall verreist, am Ort ihrer Jugend,  sondern auch um ihr Bruder Chris und ihre Freundin Rose. Drei Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, die nach Liebe sehnen. 

So locker leicht und frisch wie das Cover auch aussieht, wird die Geschichte aber nicht. Es geht sehr dramatisch zu, die Geschichte entwickelt sich stetig und zeigt deutlich mehr Tiefgang als ich anfangs dachte. Tatsächlich konnte mich die Geschichte auch berühren und etwas in mir auslösen. Ich fand es wirklich sehr schön ( insbesondere das Ende). 

Mich konnte es auf alle Fälle überzeugen und sogar überraschen.  Ich mag Bücher, die Tiefe zeigen und bewegen können. Dies konnte die Autorin wunderbar umsetzen. Eine sehr gute Geschichte,  die Liebe, Drama, Schicksal und Gefühle wunderbar einpackt. 

Note:4/5

Dienstag, 16. Mai 2017

Die Schatten von Race Point von Patry Francis




Die Schatten von Race Point von Patry Francis 
592 Seiten 
Vielen Dank dem Blanvalet Verlag und Randomhouse für das Rezensionsexemplar!!! 

Laut dem Klappentext könnte man sich alles Mögliche vorstellen. Von einem netten Chic-Lit,  eine schöne Liebesgeschichte,  ein Frauenroman,  ein Buch für Zwischendurch, um es sich gut gehen zu lassen. 


Und doch ist das Buch etwas ganz anderes!


Es ist absolut keine leichte, seichte Lektüre für Zwischendurch,  sondern ein hochdramatisches Buch mit extrem viel Tiefgang, Gefühl,  Ungerechtigkeit,  Liebe, tragische Schicksale, Mißhandlungen, häusliche Gewalt. 


Es ist ein Buch,  dass mich stark in seinem Sog mitgenommen hat. Mich bewegen konnte,  mich  für die extrem gut ausgearbeiteten Charaktere mitfühlen lassen konnte. 
Wir begleiten die Protagonisten von ihrer recht frühen Kindheit bis ins mittlere Erwachsenenalter.  Begleiten Sie durch viele tragische Ereignisse,  die sie geprägt und ihr Leben lang verfolgt und verurteilt haben. 


Trotz der sehr drückenden, dramatischen und tragischen Atmosphäre,  ist die Liebe trotz alledem immer präsent und sehr stark. Wie ein roter Faden schlängelt sie sich durch die Geschichte und lässt Lichtpunkte erblicken. Auch in den schwersten Momenten. 


Obwohl es mich oft  bedrückt, traurig und fassungslos gemacht hat, hat mir das Buch extrem viel Positives gegeben.  Mir viel Mut und Hoffnung vermittelt.  


Der Schreibstil der Autorin hat mir extrem gut gefallen. Sie lässt sich Zeit die Geschichte laufen zu lassen. Und so viel Zeit braucht es auch,  um die ganze Tragweite zu zeigen und zu übermitteln.  Es konnte mich stets mitnehmen, mich auf die Geschehnisse einlassen lassen. 


Ich fand das Buch unglaublich gut gelungen. Genau solche Geschichten liebe ich. Geschichten,  die so tragisch sind, mit unvorstellbare Schicksale und sehr mutige und starke Protagonisten. Geschichten, die mich berühren und bewegen. Geschichten,  sie etwas in einem bewirken und schlussendlich trotz allem Schmerz,  Hoffnung, Licht und Liebe geben.


Ich fand es toll!!!

Note: 4,5/5

Montag, 17. April 2017

Der Sommer, an dem der Sommer begann von Julie Cohen


Der Sommer,  an dem der Sommer begann 
Von Julie Cohen
432 Seiten 
Vielen Dank dem Diana Verlag und Randomhouse für das Rezensionsexemplar!!! 

Drei Frauen, Tochter,  Mutter und Schwiegermutter,  haben nach Jahren den Tod des Vaters/ Ehemannes, Sohnes noch nicht überwunden.  Obwohl alle drei zusammen leben, trauert jede einzelne alleine, umgeben von ihren eigenen alltäglichen Sorgen und Probleme.  


Drei Protagonistinnen, dreier Generationen mit ihren sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Lebensphasen, versuchen auf ihre ganz persönliche Art, den männlichen Verlust in der Familie zu verarbeiten und zu kompensieren.  


Die Probleme und Sorgen der drei sind sehr alltagsnah und authentisch und obwohl sie alle drei sehr unterschiedlich sind und andere Nöten sie beschäftigen,  konnte ich mich extrem gut in jede  einzelne von Ihnen reinfühlen und mich auch selbst wieder finden. 


Der Schreibstil der Autorin ist wie mir schon von ihren anderen Büchern bekannt und gefällt mir jedes mal auf Anhieb sehr gut. Es ist sehr feinfühlig geschrieben und berührt mich jedes Mal aufs Neue. 


Dieses Buch kommt mir von der Geschichte her am alltäglichsten vor und doch transportiert es  viele Lebens bejahende Botschaften.  Mir kam es sehr authentisch und realistisch vor. Ich habe die drei Frauen sehr gerne begleitet,  mit Ihnen gelitten,  getrauert und geliebt. Es war ein sehr schönes Buch,  das mir auf seine Weise einiges fürs Leben gebracht hat. 


Bücher von Julie Cohen lese ich mittlerweile auch ohne den Klappentext vorher zu lesen, denn ich weiß,  sie werden mir immer auf alle Fälle sehr gut gefallen :-)


Note: 4/5

Sonntag, 26. Februar 2017

So wie die Hoffnung lebt von Susanna Ernst


So wie die Hoffnung lebt von Susanna Ernst 
480 Seiten 
Knaur Verlag 

Ein Großartiges Buch, dass jeder gelesen haben muss!!!! 


Das Cover sieht so unscheinbar leicht und locker aus, dabei verbirgt sich eine unglaublich tiefe Geschichte,  mit sehr viel Schmerz, Trauer, Tragik aber auch so viel Schönes,  berührendes,  tiefsinniges, reines, unschuldiges und zartes.   


Das Buch hat mich extremst berührt,  mich fast zum weinen gebracht. Es hat mich leiden lassen, mich lieben und hoffen lassen.  
 Ein Buch,  dass extrem viel in mir ausgelöst hat. 
 Wieviel Leid und Schreckliches das Schicksal bringen kann und es dann doch in so etwas wunderschönes verwandeln kann wie Liebe und Hoffnung.  


Ich fand es nur GROßARTIG!!!  
 Auf jeden Fall ein Jahreshighlight für mich!!! 
   
 Note: 5/5

Montag, 7. September 2015

Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens von Sarah Moore Fitzgerald


Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens 
von Sarah Moore Fitzgerald 
3CD's - 3h57min (256 Seiten) 
Von Laura Maire und Robert Stadlober vorgelesen
Vielen Dank Lovelybooks und DAV für das Rezensionsexemplar!!! 

Oscar ist Megs bester Freund und hat die Gabe den besten Apfelkuchen der Welt zu backen, der Menschen wieder glücklich macht. 
Doch während Meg mit ihrer Familie für 6 Monate nach Neuseeland zieht, verschwindet Oscar spurlos.  
Alle meinen er wäre tot.
Nur Stevie, Oscars Bruder und Meg können nicht richtig daran glauben und versuchen herauszufinden was während Megs Abwesenheit passiert ist.


Eine sehr schöne , ruhige, melancholische Geschichte,  die für Kinder ab 11 Jahre geeignet ist, aber durchaus auch für Ältere bzw. Erwachsene etwas ist.

Es ist eine überaus sehr tiefgründige Geschichte,  die den Schwerpunkt auf Liebe, Freundschaft,  Missverständnisse,  Manipulation,  Mobbing legt. 

Das Cover passt extrem gut zum Inhalt des Buches und fasst die ganze Geschichte im Bild sehr gut zusammen. 

Die Protagonisten, sind sehr ruhige Charaktere, die sehr nachdenklich wirken und von Laura Maire und Robert Stadlober im Wechsel, sehr gut  vorgelesen werden. 

Laura Maire gehört zu meiner absoluten Lieblingsvorleserin,  von daher war ich mir ziemlich sicher,  dass sie mir die Geschichte sehr schön verpacken  und es mir schmackhaft machen wird. Das ist ihr mit ihrer sehr klaren, frischen und jungen Stimme sehr gut gelungen. 

Robert Stadlober hat sich ebenfalls große Mühe gegeben, doch mir war die Stimme eindeutig zu alt. Er spricht immer Oscars Standpunkt. Dafür war mir die Stimme nicht jugendlich genug,  aber trotzdem sehr gut vorgelesen und er schafft es das Gefühl und die Atmosphäre rüber zu bringen. 

Ein sehr schönes Buch, dass melancholisch ist und doch sehr viel Tiefe und Moral rüberbringt.  Und einen gewissen Zauber über das Ganze streut. 

Das Buch gibt Appetit auf Apfelkuchen in der Hoffnung auch ein wenig von Oscars Magie zu spüren. 

Note: 4/5






Mittwoch, 29. April 2015

Das Mädchen, das rückwärts ging von Kate Hamer



 
Das Mädchen, das rückwärts ging 
von Kate Hamer
412 Seiten
Arche Verlag

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!!! 

Carmel, 8 Jahre alt, ist überaus intelligent, verträumt und etwas anders als die anderen Kinder in ihrem Alter. Ihre Mutter versteht sie nicht immer, befürchtet immer das Schlimmste und versucht sie vor allem und jedem zu schützen.
Doch eines Tages geht Carmel, bei einem Stadtfest verloren. Sie ist verschwunden und bleibt es auch. Niemand weiß wo dieses kleine Mädchen mit dem roten Mantel geblieben ist.... 

Ein Buch über die Suche nach seinem Kind und eine ganz andere Entwicklungsrichtung eines kleinen Mädchens.  
In einer sehr schönen und ungewöhnlichen Sprache mit vielen Metaphern, konnte mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite komplett fesseln!
Ruhig, klar, intensiv, spannend, bewegend und erschütternd, hat das Buch geschafft, trotz anfänglicher Skepsis,  mich zu überzeugen. Nicht nur ein wenig, sondern komplett!!!

Jeder Kapitel wird jeweils von der Sichtweise der Mutter, wie auch der Tochter geschildert. Und ermöglicht so, auch  das Ergehen und Handeln der beiden Figuren zu verstehen und nachzuvollziehen. 
Komplett im Bann des Buches gefangen, habe ich bei jeder weiteren Seite gebangt und das Schlimmste gefürchtet. 
Es war so glaubwürdig und echt, dass ich mich sehr gut in beide Protagonistinnen identifizieren konnte und richtige Ängste ausgestanden habe, als wäre meine eigene Tochter verschwunden/ als wäre ich "verschwunden". 

Obwohl es sich vielleicht so anhört,  ist das Buch kein Thriller,  sondern tatsächlich ein Roman.  Das Böse lauert, aber die Mutter-Kind Beziehung steht im Vordergrund. Mit dem Ergehen, Werdegang und der Suche gegenseitig sich wieder zu finden.

Ein grandioses Buch!!!
 Für mich ganz große  Literaturkunst!! !
So ein starkes Buch habe ich noch nie gelesen!!!
Absolutes Highlight!!! 

Note:5/5

Freitag, 9. Januar 2015

Zertrennlich von Saskia Sarginson

Für
 
Zertrennlich von Saskia Sarginson 
412 Seiten
Script 5 Verlag

In diesem Buch geht es um, eineiige sehr verbundene  Zwillingsschwestern,  die sich durch einen traumatischen Ereignis komplett unterschiedlich entwickeln. Isolte ist erfolgreiche und lebensfrohe Modechefredakteurin und Viola ist Aussenseiterin, hungert sich zu Tode und versucht dem Leben zu entfliehen...

"Wir sind nicht immer Zwillinge gewesen. Früher waren wir ein einziger Mensch. (...) Dieses Eine hat sich geteilt,  ist mittendurch in zwei Hälften gerissen und aus uns wurden zwei Babys. Zwei Hälften eines Ganzen. Komisch, aber wahr. Am Anfang waren wir ein einziger Mensch, wenn auch nur eine Millisekunde lang." Seite 7

Mir hat an das Buch die Sprache sehr gefallen. Die Wortwahl ist wunderschön, und hat mich langsamer lesen lassen, um es zu genießen.  Es werden viele sehr schöne Metaphern benutzt, die einen Hauch von Poesie rein lassen.
Das ganze Buch ist sehr ruhig, melancholisches, zart und zerbrechlich, liebe- und schmerzvoll.

Jedes Kapitel ist für eine Schwester bestimmt:
Viola hat die geraden Kapitel und Isolte die ungeraden.
In den Kapiteln selber gibt es sehr viele Zeitsprünge, die durch Absätze markiert sind.
In einigen Rezensionen, habe ich gelesen, dass es vielen Leser sehr irritiert hat. 
Mich hat es überhaupt nicht gestört oder verwirrt. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und konnte die Zeiten immer sehr schnell zuordnen.

Von der Thematik her, hat es mich sehr an "Blick in die Angst " von Chevy Stevens erinnert:
Eine Kindheit in einer Kommune, der Austritt, eine labile hippie Mutter, die Kinder wild und vernachlässigt aufgezogen, ein Trauma, der die Kinder bis ins Erwachsenenalter verfolgt.
Doch "Zertrennlich " war meiner Ansicht nach viel, viel besser!!!
Das Buch konnte mich deutlich mehr fesseln und mitnehmen.

Ich habe das Lesen genossen!
Nach Tagen begleitet mich das Buch immer noch und lässt mich, trotz trauriger Geschichte positiv zurück. 

Das Buch wird als Jugendthriller verkauft und angepriesen. 
Doch das ist es nicht!
Ich würde es als ein  Familiendrama zuordnen.
Und auch nicht unbedingt als Jugendroman.
Denn natürlich erlebt und erfährt man als Leser sehr viel über die Kindheit der zwei Mädchen, aber sie kommen mir als Erwachsene schon deutlich älter vor als Teenager oder junge Erwachsene. Von ihrer Reife und ihrem Lebensstil hätte ich die beide auf Ende Zwanzig bis Mitte Dreißig geschätzt.

Ein sehr gelungenes und fesselndes Buch, dass ich sehr genossen habe!



Note: 4-4,5/5