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Samstag, 16. Juli 2016

Das Seelenleben der Tiere von Peter Wohlleben


Das Seelenleben der Tiere von Peter Wohlleben 
240 Seiten
Vielen Dank dem Ludwig Verlag und Randomhouse für das Rezensionsexemplar!!! 

Peter Wohlleben erzählt in diesem Buch, wie Tiere denken, fühlen und handeln auf sehr informative, unterhaltsame und lehrreiche Art und Weise. Hier widmet er sich insbesondere der Frage, ob Tiere auch wie Menschen Gefühle haben können.  Durch eigene Beobachtungen und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse gibt er viele Beispiele und bringt uns die Tierwelt näher und reicher. 

Vieles wusste ich schon, hat aber für mich das Lesevergnügen nicht negativ beeinflusst,  sondern im Gegenteil es mir nochmal verdeutlicht und es mir bewusster gemacht, wie nah wir Menschen den Tieren sind und wie ähnlich unsere Gefühle sind. Ob es Liebe, Betrug, Vertrauen oder Trauer ist. 

Trotzdem konnte ich auch noch einiges Neues mitnehmen und hatte nach dem Lesen tatsächlich das Gefühl etwas gelernt zu haben, ohne mich anstrengen zu müssen.  

Der Schreibstil ist sehr locker und einfach geschrieben und unterhält sehr gut, ohne an irgendeiner Stelle langweilig zu werden.  

An zwei drei Stellen kamen Anspielungen an eines seiner bisherigen Bücher "das geheime Leben der Bäume" ,  dass mich tatsächlich sehr neugierig gemacht hat, und ich glaube mir deutlich mehr belehren wird, an Wissen dass ich noch nicht habe. Ich werde es mir auf jeden Fall noch zulegen. 

Trotz viel bekanntes meinerseits kann ich dieses Buch trotzdem sehr empfehlen,  da es uns bewusster und sensibler an der Thematik der Tiergefühle macht und das Verhalten der Tiere wie unseres erklärt und begründet.  

Note:4/5

Freitag, 28. August 2015

Affenbruder von Kenneth Oppel

 

Affenbruder von Kenneth Oppel 
439 Seiten 
Vielen Dank dem Beltz &Gelberg Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!!! 

Für einen wissenschaftlichen Experiment soll Zan, das Chimpansenbaby die Zeichensprache erlernen und wie ein Menschenbaby aufwachsen.

Aus der Sicht des 13-jährigen Ben wird erzählt wie es ist,  ein Chimpansenbaby zum Bruder zu bekommen und wie schwer der normale Alltag wird, wenn der Vater das Baby nur noch als Versuchsobjekt betrachtet und sich vor der Arbeit drückt. 

Ein Buch, dass ich von Anfang an sehr kritisch gelesen habe. Das Thema ist sehr Brisant und regt viel zum diskutieren,  reflektieren und nachdenken an. Was heißt es ein Chimpansenbaby als Menschenbaby aufzuziehen?  Inwieweit sind Tierversuche gut oder schlecht? Wie weit kann man mit diesen Tieren gehen? Kann ein Chimpanse die Gebärdensprache erlernen? Was heißt Tierliebe und wie weit geht man dafür? 
Das Buch zwingt den Leser,  das Thema kritisch zu betrachten und sich seine eigene Meinung zu machen. 

Leider war aber nicht eindeutig klar, inwieweit das Buch real oder fiktiv ist. Erst relativ spät erfährt man, dass die Geschichte in den 70er Jahren spielt. Das hätte meiner Meinung nach viel früher erwähnt werden müssen. Auch wissenschaftliche und geschichtliche Erklärungen und Erfahrungen wären sehr wichtig gewesen,  um die Geschichte vollkommen abzurunden und ein besseres Verständnis zu bekommen.  Diese Erklärungen tauchen aber nirgends auf, was ich sehr bemängele. 

Viele Wendungen und Entscheidungen sind recht unüberlegt und naiv und viel zu positiv abgewendet. Aber da es ein Jugendroman ist,  finde ich es nicht allzu schlimm und konnte mich mit der finalen Lösung zufrieden stellen. 

Ein Buch, dass mich gut unterhalten hat, ich aber von der ersten bis zur letzten Seite sehr kritisch betrachtet habe, und deshalb auch sehr gut als Schullektüre geeignet finde, um  solche Themen reflektieren zu können.  

Note: 3/5